Erst einmal ein nettes Hallo in die Runde und ein paar Worte zum Hintergrund meiner Fragen.
Mein Vater war schon von klein auf Goggo-Fan und konnte sich vor ein paar Jahren seinen Traum erfüllen ein eigenes zu fahren. Nun ist er letztes Spätjahr beim Wandern tödlich verunglückt und mein Bruder und ich versuchen nun als Goggo-Einsteiger seine liebevoll „Klara“ genannte 250er Limousine fahrbereit zu bekommen bzw. zu halten. Stoßen hierbei aber mangels Erfahrungen mit der Goggotechnik ab zu an die Grenzen und hoffen hier im Forum etwas Unterstützung bekommen zu können. Hier schon mal Danke an alle die uns etwas ihrer Zeit leihen möchten.
Zum Technischen Hintergrund und Stand des Goggos wie wir sie aus Aufzeichnungen und Erinnerungen an Gespräche zu rekonstruieren versuchen:
Nach einigen größeren und problemlosen Fahrten in 2015 wie z.B. Heidelberg – Kassel – Edersee und wieder zurück wurden Probleme mit dem Rückwärtsgang immer größer so dass sich mein Vater entschloss den Motor dann komplett auszubauen und zu überholen.
Dazu fuhr mit der ausgebauten Motoreinheit zu einem Goggospezialisten (wir meinem irgendwo im Ruhrgebiet) mit dem er dann zusammen alle Dichtungen tauschte, Getriebeteile und Kupplung überholte, Lager tauschte usw.. Also eben das große Paket - wenn man schon mal alles auseinander hat. Dann wurde der Motor noch mal auf dem Prüfstand gecheckt und zu Hause wieder eingebaut.
Allerdings kam es auf der ersten größeren Fahr danach zu Problemen bei längerem vollgasfahren so das er gerade noch mit sehr gemütlicher Fahrt aus eigener Kraft nach Hause kam.
Er kam dann nicht weiter dazu sich des Problems anzunehmen.
Das ist also die Vorgeschichte und unsere Ausgangslage.
Nach ein paar Probe- und Einstellungsfahrten äußern sich die Probleme denen wir bisher begegnet sind für uns nun wie folgt.
1) Selbst nach kurzer Standzeit (1-2min) mit geöffnetem Benzinhahn springt das Goggo nur sehr schlecht wieder an und läuft und qualmt erst einmal sehr stark bevor es wieder richtig Gas annimmt. Selbst bei längerem stehen (z.B. an einer längeren Rot-Phase) nimmt das Goggo manchmal erstmal schlecht Gas an. Als Laie tippe ich hier auf ein lösbares Problem mit der Schwimmer-Nadel. Oder liege ich daneben und sollte erst einmal wo anders anfangen zu suchen?
2) Leerlauf und Volllastbetrieb habe ich recht schnell und mit normalen Parametern (Leerlaufregulierung 0,75-1 Umdrehung offen) eingestellt bekommen. Der Vergaser wurde bei der letzten Großen Wartung ja auch überholt. Im Teillastbetrieb lief er aber definitiv zu Mager (komplett weiße Kerze) bis ich dann die Nadel auf das dritte Loch von oben gehängt habe. Dann gabs auch das schöne Rehbraun aus dem Bilderbuch. Etwas besser lief das Goggo meiner Meinung nach mit etwas fetterem Gemisch (viertes Loch von oben) dann waren die Kerzen aber wieder etwas rusiger. Hier sei erwähnt dass die Tankfüllung noch von meinem Vater ist. Also Benzin von Ende 2015 und 1:25 gemischt. Er hatte mal mit weniger Öl experimentiert aber nach einem kapitalen Klemmer die letzte Zeit wieder 1:25 gemischt.
3) Das Größte Problem und auch das wobei ich absolut keinen Lösungsansatz habe ist, dass bei nicht zu Fettem Gemisch (2. oder 3. Loch, v. oben) schon nach kurzer Fahrt von teilweise <5km sobald man mal ein paar Meter über 60 fährt die Zündkerze im rechten Zylinder (also nur in einem Zylinder !!!) verbrennt und die Leistung plötzlich zusammenbricht. Der andere Zylinder macht keine Probleme. Mit neuen Kerzen läuft er dann sofort wieder. Verbaut sind hier NGK AB-7 Kerzen und ich hänge noch ein Foto von der Kerze nach ca. 3km mit 70-75km/h an. Interessanter Weise ist immer nur der rechte Zylinder betroffen. Vergasereinstellung schließt sich also fast aus, aber sobald ich das Teillast-Gemisch schön fett mache tritt das Problem nicht mehr auf. Ich könnte mir hier Probleme Mit Zündzeitpunkt, Zündkontakten oder den Zündspulen Vorstellen die bei hohen Drehzahlen zu diesem Kerzenabbrand führen. Das wären ja alles Dinge die Zylinderspezifisch sind – tappe aber im Dunkeln und möchte vermeiden auf der Suche nach der Ursache erst einmal 20 Dinge zu verschlimmbessern. Wo hier doch bestimmt jemand ist der diesen Fehler kennt, schon einmal behoben hat und von dessen Erfahrungen ich Zweitakt-Neuling lernen kann. Erwähnt sei noch das mein Vater dem Goggo mal eine Transistorzündanlage gegönnt hat. Also mit Kontakten aber ohne die Problematische Kontaktbelastung (mehr weis ich dazu leider nicht)
Ich würde mich über Unterstützung aus diesem Forum freuen und werde über den Fortlauf der Entwicklung natürlich hier berichten.
20160617_095501.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
20160617_095540.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
20160617_095706.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)



...bin ich ölig - bin ich fröhlich....


