Hallo Alex,
danke fuer die Info. Ja, stimmt, das kleine Motoerchen dreht "bis in die Puppen", wie wir frueher immer gesagt haben (weiss nicht, wo das herkommt).
Groessere Duesen = fetteres Gemisch, das bringt niedrigere Verbrennungstemperaturen. Zu mager = (zu) heiss. Deswegen kann man mit einer zu kleinen oder auch (wichtig!) verschmutzten Hauptduese schnell einen Kolbenklemmer kriegen. Wir sind mal an einem heissen Tag mit 13 Kleinwagen von Pretoria losgefahren in Richtung Kapstadt (sind ja nur 1600km). Unser Goggo und das von einem Freund (fuer Bernd: der Pedro mit seinem 400er) sind nach 80 Km auf der Autobahn genau innerhalb von 100m voneinander stehengeblieben wegen Ueberhitzung. Allerdings kein Kolbenfresser, sondern Blasenbildung/kochendes Benzin im Vergaser. Wie schon gesagt, ich habe die 115er Hauptduese drin. Vielleicht haette ich fuer diesen Fall eben doch eine 120er drin haben sollen.
Moderne Motoren haben da eine sog. "Volllastanreicherung" drin. Bei Vollast wird nochmal eine Zusatzduese aufgemacht, oder mehr Sprit eingespritzt, je nachdem. Deswegen steigt auch der Spritverbrauch ueberproportional an, wenn man Vollgas faehrt.
Den "eingebauten automatischen Drehzahlbegrenzer" gibt es bei Viertaktmotoren schon auch, besonders bei den alten, mit langen, verwinkelten Ansaugkanaelen und kleinen Ventilen. Bei niedrigen Drehzahlen hat das Benzin-Luftgemisch genuegend Zeit, den ganzen Zylinder aufzufuellen, wenn der Kolben abwaerts geht. Der Fuellungsgrad (Fachjargon) ist dann nahe zu 100%. Bei hoeheren Drehzahlen macht sich dann der Durchflusswiderstand immer staerker bemerkbar (Kanaele polieren!), und es steht auch weniger Zeit zur Verfuegung um den Zylinder zu fuellen. Dann kann der Fuellungsgrad bis auf 20% abfallen. Das gibt dann natuerlich weniger Leistung. Man kann das an einem Diagramm "Motorleistung ueber der Drehzahl" sehr gut sehen. Die Leistung
steigt mit der Drehzahl erst an, faellt dann ab einem Hoechstwert wieder ab - genau aus diesem Grund.
Gleichzeitig steigt aber der Leistungsbedarf mit der Drehzahl an, d.h. die mechanische Motorleistung, die man braucht, um den Motor ueberhaupt so hoch drehen zu lassen. Bei der Drehzahl, wo sich die Kennlinien von Motorleistung und Leistungsbedarf schneiden, ist Schluss, mehr geht nicht.
Bei modernen Motoren funktioniert dieses Prinzip nicht mehr. Die haben auch bei hoher Drehzahl noch soviel Power, dass sie bis zur Selbstzerstoerung hochdrehen wuerden, haetten sie nicht alle einen mechanischen oder elektronischen Drehzahlbegrenzer drin.
250er Coupe faehrt 120?? Na, an Biertischen wird schon mal uebertrieben. Grossglockner runterzu, wenn die Sonne von hinten scheint, dann vielleicht, und ohne Gang drin. Kommt dazu, dass damals die Tachos per Gesetz deutlich vorgehen mussten, bis zu 15%!!
Gruss,
Arno SA
Ich habe gehört,die 120er Düse soll aber bei langen strecken einen vorteil bringen.
Du kannst Dich trösten,das Du ,,nur`` einen 250er hast.
Der 250er kann eines besser als die grösseren Brüder,
nämlich mehr(therotisch schon viel viel mehr) Drehzahl.
In Testberichten wird immer wieder erstaunt erwähnt,wie Zäh und robust das Kleine Motörchen ist.
Ein Überdrehen des Motor sei nicht möglich,aufgrund des Zweitaktprinzips.
Der Gaswechsel Frischgas rein Altgas raus, bricht bei einer bestimmten Drehzahl zusammen.
Habe erzählt bekommen,das früher 250er Coupes gerne mal die 120 auf dem Tacho geknackt haben.
Gruss Alex