Hallo,
ich gebe zu Bedenken, daß das Gegenhalten auf der anderen Seite der Kurbelwelle ein Drehmoment auf diese einwirken lässt. Wenn das zu hoch wird, besteht die Gefahr, daß man sie verdreht. Nun hält die Kurbelwelle, die ja aus Einzelteilen verpresst wird einiges aus, aber wenn die Berserker werken, kann das passieren. Ebenso sind Schläge zu vermeiden. Gebaute Kurbelwellen werden mit Hammerschlägen ausgerichtet und genauso geht das auch in die andere Richtung. Ein heftiger Kolbenreiber kann auch schon reichen um sie zu verdrehen.
Gegenhalten kann man den Anker auf dem Eisenpaket mit einem Bandschlüssel.
Wenn der Anker nicht festgerostet oder verrieben ist, dann reicht Gegenhalten mit der Hand oder die Motorkompression um ihn abzuziehen.
Noch etwas ist mir in den letzten Diskussionen aufgefallen: das Durchmessen der Dynastarter mittels Ohmmeter.
Das wird nur zum Teil zur Erkenntnis führen. Damit kann man Unterbrechungen der Wicklung oder satten Masseschluß feststellen. Da der Wicklungsdraht recht dick ist und die Leitungslänge gering, wird der Widerstand der Wicklung ungefähr den Wert der Messleitungen haben, kann also kein brauchbares Ergebnis liefern.
Was man nicht findet sind Isolationsfehler und Wicklungsschlüsse. Dazu braucht man ein Isolationsmessgerät und ein Induktionsmessgerät. Beides haben eigentlich nur Elektromotorinstandsetzer.
Aber meistens sieht man nach gründlicher Reinigung und bei genauer Betrachtung die Standardfehler, wie verbrauchte Kohlen, eingelaufener Kollektor, verschmorte Wicklungen oder beschädigte Isolierung.
Den Instandsetzer braucht man dann ohnehin, wenns nicht nur die Kohlen waren....
Gruß, Michael