Hallo Bernhard,
da sich der Rückwärtsgang plötzlich nicht mehr einlegen ließ, muß nicht unbedingt das R-Zahnrad defekt sein. Bevor Du größere Eingriffe machst, prüfe folgende Dinge:
1. Ist die Führungsbüchse (das Teil, wo die Schaltstange ins Getriebegehäuse eintritt), festgezogen und gesichert?
2. Sind die beiden roten Gummikugeln, durch die die Schaltstange im Tunnel läuft, gut und spielfrei in ihrem Sitz?
3. Ist das seitliche Spiel oben am Schalthebel möglichst gering (im Idealfall nicht mehr als 10 mm)? Sollte mehr Spiel vorhanden sein, müssen die 4 Zylinderstifte der Gelenkhülsen erneuert werden (eine Hülse sitzt im Motorraum kurz vor dem Eingang ins Getriebe, die andere hinten im Tunnel).
Sind diese drei Punkte erledigt und auch die hinteren Motoraufhängungen ok (wenn eine defekt ist, hängt der Motor schief drin und der R-Gang lässt sich ebenfalls nicht tief genug einlegen), kannst Du den Schalthebel lösen und einen Tick weiter nach rechts drehen. Dadurch wird der Rückwärtsgang etwas tiefer eingelegt und hält wieder, falls seine Zähne nicht schon angegriffen sind. Für eine Übergangszeit kann man den R-Gang noch durch kräftiges Festhalten am `Rausspringen hindern, anschließend kommt man um den Tausch des Zahnrades nicht mehr herum.
Generell: es schont die R-Gang-Zahnräder ungemein, wenn man den R-Gang schon vor dem Motorstart einlegt oder wenn der Wagen ganz leicht in Bewegung ist (leicht anfahren und im letzten Augenblick der Rollbewegung den R-Gang ´reinflutschen lassen).
Happy Schraubing wünscht der andere Bernhard
Das Leben ist zu kurz, um neue Autos zu fahren.