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Neu im Forum

#1 von Goggo_Christoph , 24.11.2020 23:47

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und möchte mich gerne vorstellen. Nach reichlicher Überlegung habe ich mir ein gelbes Goggo Coupé 250 (siehe Foto) zugelegt und bin total begeistert!

Jetzt habe ich zwei Fragen an die erfahrenen Goggobesitzer:
Mein Goggo läuft gefühlt recht gut, nimmt Gas an und Spitze macht er etwas über 80km/h. Was mir negativ aufgefällt ist der Schubbetrieb, da ruckelt mein Liebling recht stark. Ich denke das ist nicht normal. Kennt Ihr dieses Verhalten, gibt es denn Abhilfe?
Zweite Frage, ich habe einen zweiten Motor den ich neu Aufbauen werde. Mich interessieren die Steuerzeiten und um die auszurechnen benötige ich die Pleuellänge. Kann mir jemand dieses Maß nennen?

Danke für Eure Hilfe, Grüße Christoph

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#2 von Michael1342 , 25.11.2020 21:55

Hallo Chistoph,
Da bringst du ja ein schönes Coupé auf die Straße.
Das Schieberuckeln habe ich auch. Ich habe einiges versucht. Es wurde mit einem neuen Vergaserschieber und exakter Einstellung von Zündung und Vergaser besser. Ganz weg ist es immer noch nicht. Das kenne ich von vielen Zweitaktern.
Meine Abhilfe ist, ich lasse es im Leerlauf rollen. Das ist bergab und vor der roten Ampel eine praktikable Lösung.
Gruß, Michael

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#3 von Goggo_Christoph , 26.11.2020 07:35

Hallo Michael, vielen Dank für das Kompliment, ich werde es weitergeben....
Ich dachte mir schon das es in einem gewissen Grad normal ist, da es javdamals noch keine dedizierte Schubabschaltung gab.
Mein Winterprojekt ist nun bei einem zweiten Motor, der schon in der Garage liegt, einige Verbesserungen zu machen. Eine wird sicherlich der Einbau einer elektronischen Zündung sein. Mal schauen was ich hier finde, speziell für den Goggo scheint es ja nichts mehr zu geben. Vielleicht bekomme ich ja die Lösung vom Trabi angepasst....

Weis denn tatsächlich niemand hier im Forum welche Länge das Pleuel des Goggomotors hat?
Grüße Christoph

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#4 von goggobiber , 26.11.2020 13:19

Hallo Christoph,
der Micha hat recht: Je neuer der Vergaser und seine Teile sind, desto geringer ist das Ruckeln. Man kann es auch mit der Leerlaufgemisch-Regulierschraube beeinflussen: Manchmal bringt schon eine Achtel- oder Viertelumdrehung Besserung. Musst Du ausprobieren und immer wieder probefahren. Grundsätzlich wird diese Schraube ja so eingestellt, dass der beste und höchste Leerlauf entsteht. Aus dieser optimalen Stellung sind aber geringe Korrekturen möglich, um das Ruckeln zu minimieren.
Happy Schraubing.


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#5 von Goggo_Christoph , 26.11.2020 14:40

Vielen Dank für den Tipp, werde ich gleich am Wochenende mal probieren...
Erst muss ich aber noch ein weiteres Problem beheben, die Ladekontrolleuchte geht nämlich nur manchmal aus und wird im besten Fall schwächer bei höheren Drehzahlen. Ersatz-Kohlen und einen weiteren Regler zum testen hab ich schon...
Grüße Christoph

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#6 von goggobiber , 26.11.2020 18:52

Dann bist Du auf dem richtigen Weg.
Happy Schraubing.


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#7 von Goggo_Christoph , 28.11.2020 13:50

Hallo, heute hatte ich Zeit die Lichtmaschine zu prüfen. Widerstände an D+ und D-f gemessen und in Ordnung. Neue Kohlen sind drinn, die alten waren gar nicht so schlecht...
Nun wenn ich bei laufendem Motor die Spannung D+ Messe bekomme ich im Leerlauf nur etwa 1 Volt und bei höheren Drehzahlen 1,9V!
Hat jemand dieses Problem schon mal gehabt? Kann das am Läufer oder Stator liegen?

Grüße Christoph

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#8 von goggobiber , 28.11.2020 17:33

Hallo Christph,
wenn Du vor dem Regler gemessen hast, müssen bei höherer Drehzahl über 12 Volt kommen, falls kein Kabel durchgescheuert ist oder nur noch am seidenen Faden hängt.
1. Da die Kohlen nun neu sind, wirst Du den Anker überprüfen müssen, er ist der nächste Verdächtige. Aus dem Kollektor lösen sich altersbedingt manchmal Drähte, die dann wieder eingelötet werden müssen. Auch sollte der Kollektor inkl. seiner Zwischenräume schön sauber sein. Was mir zu denken gibt: bei solchem Fehler würde die Anlassfunktion auch schlechter oder gar nicht funktionieren.
2. Wenn Du hinter dem Regler gemessen hast, kann der auch schuld sein. Einfach mal aufmachen und sehen, ob die Magnetspule bei höherer Drehzahl anzieht und die feinen Kontakte mal schmirgeln.
Du bekommst hier sicher noch weitere Hinweise, obwohl es im Moment ziemlich ruhig ist. Weiß gar nicht, warum? Man kann doch zur Zeit kaum was anderes machen als vor'm Computer sitzen...


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#9 von Goggo_Christoph , 28.11.2020 19:45

Hallo Goggobiber,
Danke für Deine Hinweise, ich hatte vor dem Regler gemessen.
Zur Sicherheit habe ich noch einen anderen Regler eingebaut.
Hat alles nichts geholfen!
Die Ankerbefestigungsschraube habe ich noch gelöst , die Nabe wollte dann nicht runter.
Weiter hab ich mich, auch wegen den Unterbrechern, heute nicht vorgetraut und alles wieder zusammengebaut.

Heute Nacht lade ich erstmal die Batterie voll um morgen dann einen kleinen Ausflug von 60km ins Strohgäu zu machen...
Bin mal gespannt ob wir ohne fremde Hilfe wieder heimkommen und die Batterie (44Ah) reicht.

Glücklicherweise hatte ich zum Fahrzeug noch einen zweiten (laut Originalbrief zugehörigen) Motor bekommen.
Der Motor soll noch gelaufen sein...
Das ist mit Abstand der am meisten verdreckte Motor den ich je gesehen habe, auf dem Gehäuse ist teilweise 1cm dick verölter Dreck.
Von diesem werde ich nun erstmal den Dynastarter ausbauen um die Teile für den eigebauten Motor zu nutzen.
Leider ist aber das Polgehäuse, trotz gelöster Innensechskant, mit dem Gehäuse total verklebt.
Gibt es irgendeinen Trick das Polgehäuse leichter aus dem Lüftergehäuse zu bekommen?

Grüße, Christoph


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#10 von Goggo_Christoph , 28.11.2020 19:54

Hier noch ein Bild von Karl (nach dem ersten Besitzer):

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#11 von Michael1342 , 28.11.2020 21:57

Hallo Christoph,
Im Goggomobil Wiki gibt es Beiträge von Arno, die bei der Fehlersuche unterstützen können.
Es kann auch ein Kabelbruch oder Massefehler sein. Auch der Regler braucht Masse. Einfach mal zwischen Batterie Minus und Motor, Karosserie und Regler messen. Sollte bei laufendem Motor alles 0 Volt ergeben. Wenn der Regler defekt ist, bietet sich ein Umbau auf elektronischen Regler an. Das gibt es im Originalgehäuse und funktioniert einfach.
Gruß, Michael


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RE: Neu im Forum

#12 von Goggo_Christoph , 10.12.2020 19:24

Hallo zusammen,

ich möchte mal Schreiben was zwischenzeitlich alles bei meinem Generatorproblem passiert ist.

Also, als erstes habe ich die komplette Dynastartanlage getauscht.
Im Fahrzeug war das Gewinde im Anker rund, also habe ich ein 12er Gewinde reingeschnitten.
Mit Hilfe eines selbstgebauten Abdrückers (M12 Schraube mit Stift) hatte ich schließlich den Anker runterbekommen.
Am Ersatzmotor war der Stator so fest reingebacken daß ich ihn erst mit viel Liebe und der Hilfe eines Klauenabziehers rausbekommen hatte. Anschließend alles gereinigt und elektrisch geprüft, bei beiden Sätzen keine Probleme entdeckt?!
Aber gut, getauscht hatte ich die Anlage trotzdem...das Zündung einstellen ist ja auch so eine Sache.

Zusätzlich habe ich mir dann noch einen elektronischen Regler im Tausch übers Internet zugelegt...
...alle Masseverbindungen gereinigt und zusätzliche Verbindungen gelegt.

Alles in allem so drei Tage Arbeit plus Wartezeit auf die Teile

Heute habe ich erwartungsvoll den Motor gestartet uuuund im Leerlauf liegen immer noch die 1 bis 2V an D+.
Beim Gasgeben (so bis 2500 1/min) wird die Ladekontrolleuchte zwar schwächer geht aber nicht aus, gemessen so 4 bis 5V.

Also jetzt habe ich keine Idee mehr was ich tun kann, hat jemand noch einen Tip für mich?
Das ist ja richtig spannend mit diesem Problem.

Grüße Christoph

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#13 von goggobiber , 11.12.2020 08:55

Da müssen wir Arno wohl aus seiner Adventsruhe wecken...
...es sei denn, Deine zweite Dynastartanlage ist einfach auch nur defekt...


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#14 von Arno SA , 14.12.2020 00:05

Uaaaaaah, wer weckt mich denn da aus dem Winterschlaf???

Hallo Christoph, schau doch zuerst mal im Wiki unter "Elektrik" den Beitrag "Lichtmaschine, Regler, Dynastart " an, inclusive Systembeschreibung und Schaltplan, und die anderen einschlaegigen Berichte. Wenn Du danach immer noch nicht zurechtkommst, dann melde Dich einfach nochmal. Was Du schreibst hoert sich irgendwie an wie Feldwicklung unterbrochen oder Regler falsch angeschlossen. Vergleiche mal Deine Schaltug mit dem Schaltplan.
Gruesse,
Arno

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#15 von goggobiber , 14.12.2020 16:46

Regler falsch angeschlossen wär' ja fast zu schön, um wahr zu sein. Auf so was Einfaches muss man erst mal kommen . Manchmal sind ja wirklich riesig erscheinende Probleme ganz einfach zu lösen. Wir drücken die Daumen...


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#16 von Goggo_Christoph , 14.12.2020 21:58

Ich hatte folgendermaßen angeschlossen:

Gelb auf Df --> Das Kabel mit dem Schuh am Regler lässt sich diese Schraube nicht ganz rausdrehen, geht auf die Feldwicklung und dann an die Pluskohlen. Widerstand Schuh bis Pluskohlen ca. 7 Ohm

Rot und Blau auf D+ --> (der Anschluss ganz links) Wobei rot direkt auf die Pluskohlen geht, Widerstand 0 Ohm. Blau kommt von der Kontrolleuchte.

Die anderen Anschlüsse sind Batterie-Plus und die Anlassersteuerung.

Stimmt das?

Eine Kontrollleuchte hatte ich zwischenzeitlich auch schon mal mit einer Glühlampe direkt an Batterie Plus und den Regler simuliert. Verhalten war gleich.

Grüße Christoph


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RE: Neu im Forum

#17 von Arno SA , 17.12.2020 00:36

Hallo Christoph,
hast Du den Schaltplan im Wiki gefunden? Das blaue Kabel an D+ geht ja zur Ladekontrolleuchte. Wenn die funktioniert wenn du die Zuendung einschaltest, dann ist sie in Ordnung, dann kannst Du mit einer externen Lampe von D+ an B+ auch nicht mehr erreichen.

Rote Leitung 0 Ohm - wo gemessen? Heb mal beide +Kohlen ab und klemm das rote Kabel vom Regler ab. . Von diesem Kabelende bis zu den Kohlen muss dann 0 Om sein, das ist ja ein durchgehendes Kabel. Darf aber nicht etwa 0 Ohm vom Kabel auf Masse sein!!

-Kohlen auch abheben, Anker auf Masseschluss pruefen. Darf natuerlich auch nicht 0 Ohm sein.

Eine +Kohle und die genau gegenueberliegende -Kohle wieder drantun. Dann sollte D+ Leitung bis Masse nicht ganz 0 Ohm sein, sondern vielleicht 0,3 oder so. Aber da brauchst Du schon ein gutes Geraet, um das zu messen.

Am Anker, wenn sonst nichts dran ist, solltest Du jeweils zwischen zwei nebeneinander liegenden Segmenten ca. 0,6 Ohm messen, rundum. Wenn da auf einmal mehr Widerstand ansteht (1 Ohm oder so), dann ist genau da eine Unterbrechung in der Wicklung.

Widerstand der Feldwicklung 7 Ohm ist in Ordnung (zwischen den abgeklemmten DF und D+ Kabeln gemessen). Aber wiederum: Bei abgehobenen +Kohlen darf da kein Masseschluss sein!

An B+ am Regler ist die dicke Leitung dran, die zur Batterie geht und die andere rote Leitug, die nach vorne zum Lichtschalter geht.

Dann gibt es noch die schwarze Leitung an Klemme 50, die Anlassersteuerleitung.

Alles in Ordnung bis hierhin? Gute Masseverbindung vom Regler zum Motor? Vom Motor zu Masse?
Wie der Regler funktioniert und wo man wieviel messen sollte, dazu gibt es einen eigenen Bericht im Wiki.

Viel Spass, und melde Dich nochmal, wenn Du was gefunden hast!
Arno SA

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RE: Neu im Forum

#18 von Goggo_Christoph , 19.12.2020 15:28

Hallo Arno und alle anderen Goggofreunde,
vielen Dank für Deine Hinweise und die tolle Beschreibung im Wiki. Die Skizze und die Beschreibungen sind wirklich sehr hilfreich den Dynastarter im Goggo zu verstehen. Inzwischen kenne ich (fast) alles auswendig...


Die Vermutung dass die Masse zwischen Dynastartanlage schlecht ist hatte ich auch schon.
Um das zu Prüfen hatte ich bei der vorherigen Anlage die Massekohlenschraube mit einem Kabel direkt mit dem Motorgehäuse/Batterie verbunden.

Was ist zwischenzeitlich noch passiert:

Dynastartanlage:
Ich habe mir eine Dritte (überholte/neue) Dynastartanlage gekauft.
Bei dieser hatte ich die Widerstände (nach Anleitung) gemessen, zur vorherigen waren keine Unterschiede.
Nun hatte ich gestern die neuen Bauteile im Motor eingebaut und angeschlossen.

Regler:
Nach einem Tip habe ich mir einen elektronischen Regler im alten Gehäuse zugelegt.
Eingebaut, angeschlossen, Gelb an Df, Rot und Blau an D+ siehe Bild:



Masse:
Eine neues Massekabel 10^2 von der Batterie direkt am Motorgehäuse befestigt.
Ein Massekabel von der Batterie an die Zündspulen, die Zündspulen sind Masseseitig direkt mit dem Regler verbunden.
Zusätzlich habe ich unter dem Regler und der Zündspulenbefestigung die Karosse blank geschliffen.

Dann die Probefahrt und es zeigt sich LEIDER folgendes Verhalten:
Der erste Start war etwas zäh aber beim zweiten hatte der Anlasser wieder kräftig durchgedreht.
Im Leerlauf hat die Klemme D+ immer noch ca. 1 bis 2Volt.
Beim Hochdrehen wird die Ladekontrolleuchte langsam schwächer, wie bisher auch.
Bei ca. 60km/h (Beispiel 4 Gang) ist Sie dann nahezu aus und fängt an zu flackern.
Fahre ich noch etwas schneller wird die Kontrolleuchte wieder schlagartig hell und brennt dauerhaft.

Hier noch die Links für zwei Filme der erste zeigt die Ladekontrollleuchte der zweite den Spannungsverlauf an D+ und Masse:





Jetzt bin ich mit meinem Latein am Ende.
Ideen sind herzlich willkommen und werden dankend angenommen!

Grüße, Christoph

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RE: Neu im Forum

#19 von Olivers Coupe , 19.12.2020 23:57

Moin...
Ohne jetzt hier jemanden zu nahe zu treten. Hast du schon mal versucht zu Testzwecken mal die Ladekontrolle mit einem Bypasskabel zu versehen, also altes Kabel ab und neues von mir aus außen verlegen/anschließen? Könnt ja auch ein simpler Kabelbruch sein. Wenn der Test Klarheit bringt kannst du das Kabel ja richtig verlegen.

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RE: Neu im Forum

#20 von Goggo_Christoph , 20.12.2020 00:16

Die Ladekontrolle (blaues Kabel am Regler) hatte ich in einem Versuch bereits abgeklemmt und durch eine 5 Watt Birne direkt mit Batterie an D+ ersetzt. Verhalten war unverändert, leider.

Grüße Christoph

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#21 von Michael1342 , 20.12.2020 10:21

Hallo Christoph,
Ist das Reglergehäuse direkt mit Masse verbunden? Das Batterieblech ist nämlich auch nur geschraubt und kann durchaus von der Fahrzeugmasse entkoppelt sein. Am Besten ist es den Regler mit einem Kabel an Minus zu verbinden.
Gruß, Michael

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RE: Neu im Forum

#22 von Goggo_Christoph , 20.12.2020 19:04

Hallo Michael,
vielen Dank für den Hinweis.
Das Reglergehäuse habe ich über ein Kabel an die Zündspulen und den Motor an Masse angebunden. Zusätzlich zum Motor sind auch die Zündspulen mit Batteriemasse verbunden.
Auch hatte ich schon die Potentiale zwischen Batterie, Regler und Motor bei laufendem Motor gemessen, diese waren 0V.

Das Flackern und wieder angehen der Ladekontrolle ist ja auch am Spannungsverlauf erkennbar. Das könnte, meine Vermutung, daher kommen dass beim überholten Anker der Kollektor nicht richtig rund abgedreht ist und dann bei höheren Drehzahlen die Kohlen abheben.

Das alles erklärt aber nicht die niedrige Spannung an D+ im Leerlauf. Dieses Problem hatte ich nun über mehrere Dyastartanlagen. Eine schlechte Masseanbindung ist schon naheliegend.
Beim nächsten Versuch werde ich, zusätzlich zum Motor, noch eine direkte Verbindung zwischen Batterie und Regler legen.

Zusätzlich habe ich gestern eine passende 30Ah Batterie bekommen, bisher war eine zu große mit 44Ah verbaut bzw. reingequetscht.

Grüße Christoph

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RE: Neu im Forum

#23 von Michael1342 , 20.12.2020 19:51

Hallo Christoph,
sind die Kohlen neu? Wurden sie an den Kollektor angepasst?
Haben die Federn genug Vorspannung und können sich die Kohlen frei bewegen?
Ich schlage vor, den Rundlauf des eingebauten Ankers zu prüfen.
Gruß, Michael


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RE: Neu im Forum

#24 von Goggo_Christoph , 30.01.2021 23:10

Hallo,

nachdem nun einige Zeit vergangen ist, möchte ich hier über die Lösung zu meinem Problem mit der Dynastartanlage schreiben. Das Problem lag, wie vermutet, am Anker. Ich hatte nach kurzem Schriftverkehr einen weiteren Anker im Tausch bekommen. Und siehe da mit Diesem funktioniert die Generatorfunktion.

Um das Problem einzugrenzen wurde mein Zweitmotor zum provisorischem Prüfstand umfunktioniert.
Mit diesem konnte ich das Fahrzeug (Verkabelung etc.) als Fehlerquelle ausschließen.
Nach mehreren Versuchen mit unterschiedlichen Gehäuse/Anker Kombinationen war der Fehler gefunden.
Was mich immer noch wundert ist, dass die fehlerhaften Anker keinen Masseschluss haben und auch der Widerstand zwischen den Segmenten in Ordnung scheint. Aber gut, ich habe mein Problem behoben.

Hier nochmals ein herzliches Dankeschön an die vielen hilfreichen Kommentare, dieses Forum ist echt Spitze!

Ach ja nebenher habe ich den Lockdown genutzt um noch einige Weitere Probleme an meinem "voll restaurierten" Goggo zu beheben:
- Tachobeleuchtung ging nur mit Standlicht
- Vergaser lose am Saugrohr
- Vergaser Kaltstartkolben defekt, Motor lief immer viel zu fett
- Kraftstoffhahn Verschraubung undicht und Dichtung bei "Zu" undicht
- Der kleine Wellendichtring am Kupplungsdrücker undicht
- Beide Seitenscheiben waren schwergängig und die Fensterkurbeln falsch montiert
- Beide Kreuzgelenkgabeln waren lose im Differntial und das Getriebe entsprechend undicht. Lag wohl daran, dass bei der Montage nicht auf die richtige Lage der Anlaufscheiben geachtet wurde und die Gabeln dann irgendwann später doch noch reingerutscht sind.
- Bei einem Kreuzgelenk fehlten mehrer Nadeln im Lager

Als nächstes werde ich die Bremsen in Augenschein nehmen, bin mal gespannt was mich da erwartet...

Und zum Schluss noch ein Video von meinem "Prüfstand":

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